Theater „22 Bahnen“ - Landestheater Detmold
Tilda hat’s nicht leicht: Neben dem Mathestudium arbeitet sie im Supermarkt und versorgt die kleine Schwester Ida. Im Hamsterrad zwischen Uni, Haushalt und Job versucht sie für Ida ein kuschliges Zuhause zu erschaffen – nicht ganz einfach, da ihre Mutter alkoholabhängig ist und ihre beiden Väter schon seit langem das Weite gesucht haben. Zufluchts- und Freiheitsort für die beiden ist das Schwimmbad, in dem Tilda selbstvergessen ihre Bahnen zieht und Ida plantschend ihrem Alltag entflieht. Alles wird durcheinandergewirbelt, als Tilda auf den wortkargen Viktor trifft – und als sie ein verlockendes Angebot bekommt: Sie könnte eine Promotionsstelle in Berlin antreten. Doch was wäre dann mit Ida? Stilsicher, ironisch, mit scharfzüngigen Dialogen und doch warmherzig und berührend kreiert Caroline Wahl in ihrem Debütroman vielschichtige Figuren mit Ecken und Kanten und erzählt eine berührende Geschichte vom Flüggewerden, von Freiheit und Liebe.
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Stückänderung! Theater „Konstellationen“ von Nick Payne - Rheinisches Landestheater Neuss
Die Quantenphysikerin Marianne und der Imker Roland treffen bei einer Party aufeinander – und eigentlich könnte sich nun eine ganz gewöhnliche Beziehungsgeschichte abspielen. Mariannes Betätigungsfeld allerdings beschäftigt sich mit der Frage nach der Existenz von Paralleluniversen; und so läuft bereits das erste Kennenlernen der beiden in ganz unterschiedlichen Varianten ab. Da wird einmal eine Bemerkung missverstanden, mal zündet eine Pointe nicht, ein anderes Mal sind sich die beiden gegenseitig nicht sympathisch genug, und schon ist die gemeinsame Geschichte schon wieder vorbei. In anderen Fällen geht sie weiter, bis eine Meinungsverschiedenheit oder ein Seitensprung dazwischenkommen. Und andere Varianten der Geschichte führen Mariannes und Rolands Beziehung dennoch weiter – vielleicht, weil etwas ausgesprochen oder gerade nicht gesagt wurde. Die Frage nach einem (glücklichen?) Ausgang der Geschichte ist hier also weitaus komplizierter, da sie sich in jeder möglichen Realität neu stellt – verbunden mit einem Ob statt einem Wie. Nick Paynes experimenteller und neugieriger Text stellt vor dem Hintergrund der Multiversums-Theorie ganz nebenbei die großen Fragen unseres Daseins. Lassen Sie sich ein auf dieses Gedankenspiel der Möglichkeiten!
Nick Payne, geboren 1984, studierte an der University of York sowie an der Central School of Speech and Drama in London. Sein Debütstück »If There Is I Haven’t Found It Yet« wurde 2009 am Bush Theatre in London uraufgeführt und im selben Jahr mit dem George-Devine-Award ausgezeichnet. Die Uraufführungsproduktion seines Stücks »Konstellationen« 2015 am Royal Court Theatre lief auch mit großem Erfolg im Londoner West End. Für dieses Werk erhielt Payne den Evening Standard Best Play Award und eine Nominierung für den Olivier Award in der Kategorie »Best New Play«.
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Ersatzstück für "Egal", Karten behalten ihre Gültigkeit
Theater „Wie aus dem Gesicht geschnitten“ - Landestheater Detmold
Nach einem Brandunfall ist Berits Gesicht bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Mehrere Jahre und dutzende Operationen später erhält sie endlich eine Gesichtstransplantation. Auf der Straße begegnet sie einige Monate nach der Transplantation Lars, der vermeintlich auf Dienstreise unterwegs ist und versucht, sich die Zeit zu vertreiben – Berit bietet ihm eine Stadtführung an, und zwischen den beiden funkt es. Kurz darauf eröffnet ihr Lars, dass Berit ihn an jemanden erinnert: vor einem halben Jahr starb seine Frau Veronika an den Folgen eines Autounfalls – und spendete sämtliche ihrer Organe, inklusive ihrer Haut. Lars hat Berit als Empfängerin von Veronikas Spende ausfindig gemacht und aufgesucht, um sich zu vergewissern, dass ihr Gesicht »gut aufgehoben« ist. Daraufhin stattet Berit, die seit der Transplantation mit ihrer Identität hadert, Lars einen Besuch ab, um mehr über das erste Leben ihres neuen Gesichts zu erfahren. Als Berit dann auch noch Veronikas alte Tagebücher liest, fangen die beiden immer mehr an, sich zu vermischen …
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Junges Theater „1984“ – theaterkohlenpott
„Big brother is watching you“ – diesen weltberühmten Satz schrieb George Orwell 1948 in seinem Buch „1984“. Inzwischen ist er zum Synonym für jede Form des Überwachungsstaats geworden. Viele Situationen, die Orwell 1948 als beängstigende Zukunftsvision erzählte, kommen uns 2025 verstörend heutig vor. Doch „1984“ ist weit mehr als eine Dystopie. Es erzählt auch die Liebesgeschichte von Winston und Julia, die in dem Überwachungsstaat von Big Brother nicht sein darf. Wie kann eine Liebe überleben in Zeiten, in denen jeder jedem misstraut?
Mit Gareth Charles und Jasha Eliah Deppe
Dauer: 80 Minuten
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Brilon KultourAm Markt 4
59929 Brilon
Telefon: 02961-969950
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Kosten: 5 Euro, Anmeldung bei der BWT oder per Mail an kultur@brilon.de